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Impfaktion im Krankenhaus verzögert sich

21.01.2021

Grund sind Lieferschwierigkeiten des Herstellers, auch Altenheime und über 80-Jährige sind betroffen.

Die Enttäuschung bei den Krankenhaus-Mitarbeitern sei am Mittwoch groß gewesen. Und auch der Ärztliche Direktor des Wermelskirchener Krankenhauses, Dr. Volker Launhardt, war ganz und gar nicht begeistert. Der Grund: Das Land Nordrhein-Westfalen hat einen sofortigen Impfstopp in Krankenhäusern verhängt, die mit Biontech-Impfstoff versorgt werden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Ursache seien Lieferprobleme des Herstellers.

Für das Personal des Wermelskirchener Krankenhauses bedeutet das: Nur 150 der ursprünglich bestellten 320 Dosen sind angekommen und konnten verimpft werden. „Der Rest der Impfungen bei uns geht dann vermutlich ab dem 1. Februar weiter“, sagt Dr. Volker Launhardt.

Das deckt sich mit den Informationen des Kreises. „Wir haben von den Verzögerungen erst am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit dem Ministerium erfahren“, sagt Kreissprecherin Birgit Bär dazu auf Nachfrage. Aufgrund der Verzögerungen gehe es auch mit dem Impfzentrum in Bergisch Gladbach und dem Impfen der über 80-Jährigen nicht wie angekündigt ab dem 1., sondern erst ab dem 8. Februar los. „Leider haben wir ein Schreiben an die betroffenen Bürger mit dem geplanten Impfstart am 1. Februar schon rausgeschickt. Das lässt sich jetzt nicht mehr rückgängig machen“, bedauert Birgit Bär.

Denn ab dem 1. Februar soll es jetzt voraussichtlich erst einmal mit dem Impfen des Pflegepersonals in den Kliniken sowie den Bewohnern und Mitarbeitern der Altenheime weitergehen. Diese Impfungen laufen gerade und müssen nun wegen der Lieferengpässe ab dem 22. Januar zunächst gestoppt werden. „Das betrifft aber nicht die Zweitimpfungen derer, die schon einmal geimpft worden sind“, unterstreicht Birgit Bär. „Dafür wurde ausreichend Impfstoff zurückgehalten.“ Laut Information des Kreises betrifft es aber sehr wohl einige Heime in Wermelskirchen und Burscheid. Deren Mitarbeiter und Bewohner müssen sich jetzt erst mal bis 1. Februar gedulden.

An Impfung ist Hoffnung auf sorgenfreieres Arbeiten geknüpft. Das gilt auch für einen Teil des Krankenhauspersonals im Wermelskirchener Krankenhaus. „Wir hatten ja eine komplette Impfstrategie entwickelt“, berichtet Dr. Volker Launhardt. „Die mussten wir jetzt natürlich abändern.“

Demnach wurden und werden bis heute an der Königstraße vor allem jene Mitarbeiter geimpft, die eng an mit Corona infizierten Personen arbeiten, sowie Mitarbeiter der Intensivstation und im Anmeldebereich.

Dr. Volker Launhardt berichtet, dass die Enttäuschung bei einigen Betroffenen groß gewesen sei. „Sie hatten sich darauf eingestellt, dass sie jetzt die Impfung bekommen. Daran waren bei vielen auch Hoffnungen auf ein etwas sorgenfreieres Arbeiten geknüpft.“

Situation auf der Intensivstation hat sich entspannt

Immerhin sei die Impfbereitschaft, anders als in vielen Alten- und Pflegeheimen, im Wermelskirchener Krankenhaus auch ungewöhnlich hoch gewesen.

„Dass sich ein Großteil unserer Mitarbeiter für eine Impfung entschieden hat, freut uns sehr“, unterstreicht Volker Launhardt. Die Sorge um eine überfüllte Intensivstation wegen zu vieler an Covid-19 erkrankter Patienten ist im Wermelskirchener Krankenhaus indes gottlob gewichen. Launhardt: „Im Dezember, kurz vor Weihnachten, war es etwas eng bei uns.“

Zwar sei es zu keinem Zeitpunkt dramatisch gewesen, aber eine Häufung infizierter Patienten, die zum Teil auch intensivpflichtig wurden, hatte das Team vor logistische Herausforderungen gestellt. „Die Situation hat sich inzwischen zum Glück deutlich entspannt, sagt Volker Launhardt. Gerade auf der Intensivstation sei wieder deutlich mehr Platz als noch im Dezember. | Standpunkt

Hintergrund
Mit großer Enttäuschung reagiert auch die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) auf die abrupte Unterbrechung der Impfungen in den Krankenhäusern an diesem Mittwoch. „Nach dem optimistisch stimmenden Start mit einem großen Zuspruch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind wir bestürzt, dass die Lieferung des Impfstoffs so kurzfristig unterbrochen wurde“, sagt KGNW-Präsident Jochen Brink.

Standpunkt
Ärgerlich ist das zweifelsohne. Da hatten sich die Krankenhaus-Mitarbeiter, die zum Teil dicht an infektiösen Patienten arbeiten müssen, darauf eingestellt, dass sie in dieser Woche geimpft werden können. Nun wird daraus zumindest für einen Teil erst einmal nichts. Lieferschwierigkeiten des Herstellers seien der Grund, heißt es. Und nicht nur das Pflegepersonal ist betroffen. Durch die Verzögerung müssen nun auch die Bewohner und Mitarbeiter der Seniorenheime sowie die über 80-Jährigen länger warten. Ein Grund zur Ermutigung sollte das indes nicht sein. Denn sicher wird es im Laufe der Monate, in denen jetzt geimpft wird, öfter noch mal zu solchen kleinen Engpässen und Verzögerungen kommen. Wichtig sollte allein sein, dass es zeitnah weitergeht. Und wenn die Prognose des Gesundheitsministeriums stimmt, sollte das ab dem 1. Februar der Fall sein. Es ruckelt eben noch ein bisschen in den Impfstraßen. Aber das ist bei einer so groß angelegten Aktion auch nur natürlich. Also ist auch weiterhin bei allen Beteiligten Geduld gefragt. Aber das sind wir ja alle inzwischen schon gewohnt.

Quelle: Remscheider General-Anzeiger (21.01.2021) 

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