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Hausarzt bereitet Praxisübergabe vor

15.10.2020

Arbeiten künftig im Team: Der Internist Dominik Greif (39) ist der neue Kollege der Hausarztpraxis von Hans-Christian Meyer. Hans-Christian Meyer arbeitet ab Montag seinen Nachfolger Dominic Greif ein.

Ab Montag sind sie zu zweit: Dominik Greif ergänzt künftig das Team in der Hausarztpraxis von Hans-Christian Meyer. Der 66-Jährige will schrittweise seinen Ruhestand vorbereiten. „Es ist wichtig für mich, dass die Patienten versorgt sind“, sagt der Hausarzt. 1962 eröffnete sein Vater an der Berliner Straße die Praxis, viele Patienten kommen inzwischen in dritter oder vierter Generation. „Diese familiären Strukturen und gewachsenen Beziehungen machen uns auch aus“, sagt Hans-Christian Meyer. Deswegen will er die Türen hinter sich nicht einfach abschließen, sondern einen Nachfolger anlernen.

„Zeitweise hatten wir im Nordkreis des Rheinischen-Bergischen Kreises acht unbesetzte Hausarztstellen“, erinnert Meyer außerdem an die knappe ärztliche Versorgung in der Region. Auch deswegen sei eine Nachfolgerregelung wichtig. Also nahm er im vergangenen Jahr Kontakt mit Kollege Volker Launhardt, Ärztlicher Direktor im Wermelskirchener Krankenhaus, auf. Der gab ihm einen Tipp: Sein Assistenzarzt, Dominik Greif, spiele mit dem Gedanken, sich als Hausarzt niederzulassen. Meyer nahm Kontakt auf und schließlich vereinbarten die beiden eine Zusammenarbeit.

„Meine Entscheidung, Arzt werden zu wollen, stand früh fest.“ Dominik Greif

Ab Montag arbeitet der 39-jährige Kölner nun erstmal als angestellter Arzt in der Hausarztpraxis. Aber der Zeitplan steht: Mitte 2023 will Hans-Christian Meyer seine Praxis übergeben. „Bis dahin will ich mich mehr und mehr zurückziehen“, erklärt der Facharzt für Allgemeinmedizin. Deswegen streben die beiden eine Berufsausübungsgemeinschaft an – nach der Probezeit. „Erstmal müssen wir uns kennenlernen“, sagt Meyer, „das Bauchgefühl stimmt schon mal“.

Schließlich gibt es zwischen den beiden Ärzten eine auffällige Schnittmenge: Auch Dominik Greif wuchs als Sohn eines Arztes auf. „Meine Entscheidung, Arzt werden zu wollen, stand früh fest“, erzählt der 39-Jährige. Kein Wunder also, dass er nach der Schule erst die Ausbildung zum Rettungssanitäter machte und dann Medizin in Ulm, Wien und Köln studierte. „Richtig spannend wurde es für mich, als es dann wirklich um Patienten ging“, sagt er. Genau wie Meyer entschied er sich dann für eine Auszeit und bereiste die Welt. „Bevor es mich zurückzog und ich wollte, dass es beruflich weitergeht“, erzählt Greif.

Für seine Ausbildung zum Facharzt für Innere Medizin verschlug es ihn schließlich 2012 ins Krankenhaus nach Wermelskirchen. „Dort habe ich eine große Bandbreite kennengelernt“, sagt Greif, „zu uns kamen erstmal alle Patienten.“ Er habe die Möglichkeiten im Krankenhaus sehr geschätzt: ein kleines, selbstständiges Haus und eine enge Zusammenarbeit mit den ansässigen Hausärzten.

Nun will er die Seiten wechseln: Der Hausarzt halte die Fäden bei der Behandlung eines Patienten zusammen und begleite ihn über eine lange Zeit, sagt der Arzt. „Patient und Hausarzt gehen den Weg gemeinsam“, sagt er. Es sei ihm wichtig, dass zum Beispiel für chronisch kranke Menschen eine gute Versorgung organisiert werde. „Als Hausarzt kann ich die Strukturen dafür selber schaffen“, sagt Greif. Auf diese Arbeit freue er sich: Konzepte erdenken und umsetzen, Menschen auf dem ganzen Weg zu begleiten, anstatt sie nach der Entlassung aus dem Krankenhaus dann aus den Augen zu verlieren.

Es reize ihn sehr, nun selbst diese Aufgabe zu erlernen und zu übernehmen. Im Juli 2019 hat er seinen Facharzt gemacht, aktuell befindet er sich in Elternzeit. Ab Montag arbeitet er in der Hausarztpraxis mit. Dort will er Praxis- und Personalführung lernen. „Das ist im Studium kein Thema“, sagt Meyer. Und gleichzeitig will Greif sein eigenes Können als Facharzt für Innere Medizin einbringen. Auch die Schwerpunkte der Praxis – mit Osteopathie, Chiro- und manueller Therapie und Tropenmedizin – sollen bleiben. „Ein bisschen möchte ich auch nach der Übergabe noch mitarbeiten“, kündigt Meyer an und denkt dabei vor allem an die osteopathische Medizin.

Praxis
„Ich bin Hausarzt aus Tradition und aus Berufung. Deshalb sehe ich meine Patienten ganzheitlich und nicht nur die Erkrankung“, lautet ein Zitat von Dr. med. Hans-Christian Meyer, das auf seiner Homepage zu finden ist. Die Praxis an der Berliner Straße ist montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr geöffnet und montags, dienstags und donnerstags zusätzlich von 15 bis 19 Uhr – oder nach telefonischer Vereinbarung unter Tel. (0 21 96) 47 00.

Mehr Infos: meyer-praxis.de

Quelle: Remscheider General-Anzeiger (15.10.2020) 

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