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Ärzte: Akut Kranke müssen nicht warten

29.01.2019

Auf dem Papier dürften 24 niedergelassene Ärzte in Wermelskirchen Patienten versorgen, tatsächlich gibt es 16 Hausarztpraxen. Lange Wartezeiten auf Termine gebe es für Kranken in der Regel aber nicht. Das sieht bei Fachärzten anders aus.

Arbeitskreis unter Leitung von Bürgermeister Bleek soll Versorgung mit Hausärzten sichern.

Ende vergangenen Jahres hatte sich die WNK UWG-Fraktion mit dem Thema Hausärzteversorgung beschäftigt, eine Diskussionsrunde zum Thema veranstaltet und im Dezember im Rat eine Resolution vorgelegt, damit sich die Stadtverwaltung des Themas annimmt – auch wenn sie auf den ersten Blick nicht zuständig ist für die Zahl der Hausärzte. Die Resolution wurde nicht verabschiedet, weil Bürgermeister Rainer Bleek unter anderem zugesagt hatte, einen runden Tisch mit Vertretern der Ärzte, des Krankenhauses, der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO), der Ratsfraktionen und der Verwaltung einzuberufen. Dieses Gremium tagte am vergangenen Mittwoch. 

Eine wesentliche Erkenntnis, die Bleek mit aus dieser Runde nimmt: „Die Ärzte haben versichert, wenn jemand akut krank ist, gibt es keine Wartezeiten auf Termine. Es wird umgehend geholfen.“

Als Vertreter der niedergelassenen Ärzte nahmen Harald Bergerhoff, Peter Meiß und Ärztesprecher Dr. Hans-Helge Schopphoff teil. Das Krankenhaus vertraten Chefarzt Dr. Volker Launhardt und Geschäftsführer Christian Madsen.

Statistisch bilde Wermelskirchen mit acht nicht besetzten Arztpraxen (" Versorgung) zwar das Schlusslicht, räumte der Vertreter der KVNO laut Bleek ein. Die KVNO sieht die Versorgungslage in Wermelskirchen aber nicht so schlecht. „Die beziehen in ihre Berechnungen die Versorgungssituation in den Randbereichen zu Nachbarstädten und andere Faktoren ein“, erläuterte Bleek im Anschluss an das „konstruktive“ Gespräch. Derzeit sei die Hausarztversorgung in Wermelskirchen nicht so schlecht wie häufig dargestellt. „Wir haben eine Versorgungslücke, aber die Bevölkerung ist noch ausreichend versorgt“, sagt Bleek mit Betonung auf noch. Denn in den kommenden zehn Jahren werden diverse Mediziner in den Ruhestand wechseln. „Was an Ärzten nachkommt, kann die Versorgungslücke dann nicht mehr schließen.“

Portalkrankenhaus und Notfallpraxis waren Thema
Hier sei auch das Krankenhaus Wermelskirchen gefragt, deren Vertreter nicht nur wegen der engen Zusammenarbeit mit den Hausärzten an der Runde teilnahmen. „Wir bilden ja auch Ärzte aus, die sich, wie in der Vergangenheit schon geschehen, in Wermelskirchen niederlassen können“, sagte Christian Madsen auf WGA-Nachfrage.

Um die Versorgung mit Hausärzten in Zukunft zu sichern, wurde ein Arbeitskreis gegründet, dem neben zwei Vertretern der niedergelassenen Ärzte auch zwei Vertreter des Krankenhauses sowie Bleek angehören. „In diesem Arbeitskreis wollen wir konkret erarbeiten, was wir zur Verbesserung der Ärzteversorgung tun können“, sagt Bleek.

Versorgung
Statistik: Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen legt die Zahl der zugelassenen Praxen nach Einwohnerzahl fest. Danach dürften in Wermelskirchen 24 Hausarztpraxen betrieben werden, tatsächlich gibt es 16 Praxen. Acht weitere Praxen seien laut Kassenärztlicher Vereinigung in Wermelskirchen aber nicht wirtschaftlich zu betreiben.

Thema war auch eine fehlende Notfallpraxis am Krankenhaus, wie es sie beispielsweise in Remscheid gibt. Derzeit suchen viele Patienten, die eigentlich über die Rufnummer 116 117 einen diensthabenden Hausarzt erreichen könnten, die Ambulanz des Krankenhauses auf. Ein zunehmendes Problem. Zusätzlich eine Notarztpraxis zum bisherigen Arztnotruf personell zu bestücken, könnten die Hausärzte nicht leisten. Das gilt auch für ein sogenanntes „Portalkrankenhaus“, bei dem Patienten schon am Eingang des Krankenhauses je nach Fall zur Krankenhaus-Ambulanz oder zum diensthabenden Notarzt geschickt werden.

Wirklich problematisch sieht es bei der fachärztlichen Versorgung aus, sagt Bleek. „Da gibt es wirklich Wartezeiten von vier und mehr Wochen.“ UWG WNK sei zufrieden, den runden Tisch angestoßen zu haben, teilt Ratsmitglied Thorn Seidel mit. Die Resolution sei damit entbehrlich geworden. 

Quelle: Remscheider General-Anzeiger (26.01.2019)

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