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Narbenhernie

Narbenhernien (Narbenbrüche) treten in etwa 10 - 15% der Fälle nach Bauchoperationen im Bereich der Operationsnarbe auf.

Das Narbengewebe bildet eine Schwachstelle der Bauchdecke, an der auch nach vielen Jahren nach der Operation ein Bruch entstehen kann. Häufige Ursachen sind Entzündungen einer ehemaligen Operationswunde, ein erhöhter Bauchinnendruck durch Übergewicht, vermehrtes Husten und Pressen.

Beschwerdebild: Typische Beschwerden sind ein Ziehen und Druckgefühl sowie Schmerzen im Bereich der Narbe. Nachfolgend tritt meist eine an Größe zunehmende Vorwölbung auf.

Therapie: Die einzig kausale Therapie des Narbenbruches ist der operative Verschluss der Bruchpforte, in der Regel mit Implantation eines Kunststoffnetzes. Auch asymptomatische Brüche sollten wegen der Gefahr der Einklemmung, beispielsweise von Darmschlingen, operativ versorgt werden. Eine notfallmäßige chirurgische Behandlung ist im Falle einer Inkarzeration (Einklemmung) dringend erforderlich. In der Regel kommen Patienten mit Narbenbrüchen nach vorheriger ambulanter Vorstellung elektiv zur geplanten Operation.

Als Operationsmethoden kommen die direkte Naht der Bruchpforte bei kleinen Brüchen, die Naht mit zusätzlicher Implantation eines Kunststoffnetzes in Onlay- oder Sublay-Position sowie die laparoskopische Operation (Schlüsselloch-Methode) mit Verschluss der Bruchpforte durch Implantation eines Kunststoffnetzes (IPOM-Technik) in Frage. Die Gefahr des Wiederauftretens eines Bruches (Rezidiv) wird durch die Implantation eines Kunststoffnetzes minimiert.

Je nach Operationsverfahren beträgt die Dauer des stationären Aufenthaltes 5 - 7 Tage. In der postoperativen Phase wird die körperliche Schonung für eine weitere Woche empfohlen. Das Heben und Tragen schwerer Lasten sollte in den nächsten zwei Monaten vermieden werden.

Planung der Operation: (Vorstellung der Patienten in der Sprechstunde)

  • körperliche Untersuchung
  • Erfassung von Risikofaktoren
  • Überprüfung der Indikation und Festlegung der Operationsmethodesowie Planung des Eingriffs ambulant oder stationär

Ambulante Vorbereitung der Operation: (innerhalb von 5 Arbeitstagen vor der geplanten Operation)

  • Operationsaufklärung
  • Prämedikation (Narkose Aufklärung)
  • Blutentnahme
  • EKG
  • ggf. Röntgen Untersuchung (CT, MRT)
  • ggf. Darmuntersuchung

Operation ambulant:

  • tagesstationäre Aufnahme
  • Mobilisation ca. 4 Stunden nach der Operation
  • Entlassung nach genauer Instruktion über Verhaltensmaßnahmen und ggf. Mitgabe von Medikamenten / Rezept

Operation stationär:

  • stationäre Aufnahme und Operation
  • Mobilisation am Operationstag ca. 4 Stunden nach der OP
  • Entlassung in Abhängigkeit des Beschwerdebildes ab dem dritten postoperativen Tag

In der postoperativen Phase wird die körperliche Schonung für eine weitere Woche empfohlen. Das Heben und Tragen schwerer Lasten sollte innerhalb der ersten zwei Monate vermieden werden. Vollständige körperliche Belastung nach ca. 8 - 12 Wochen.

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Königstraße 100
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Tel.: 02196. 98-0
Fax: 02196. 98-359

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