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Fehlende Blutspenden gefährden OPs

02.09.2020

Zu wenige Konserven sind vorhanden – Corona und Urlaubszeit erschweren die Lage.

Die Nachrichten aus anderen Bundesländern sind alarmierend: In vielen Kliniken müssen Operationen verschoben werden, weil es dort zu einem dramatischen Mangel an Blutkonserven gekommen ist. „Im Sommer werden die Blutkonserven erfahrungsgemäß knapper“, bestätigt Dr. Katrin Colinas-Winkler, Chefärztin der Anästhesie und der Operativen Intensivstation im Krankenhaus Wermelskirchen. „Während der Urlaubszeit spenden weniger Menschen Blut und Corona macht es uns nicht leichter.“ Allerdings gibt sie für das Krankenhaus Entwarnung: „Wir mussten noch keine Operation absagen und das werden wir auch weiterhin nicht tun müssen, weil wir genügend Vorräte haben und auf blutsparende Operationsmethoden setzen.“ Dabei werde Blut des Patienten während der OP aufgefangen, aufbereitet und wieder zurückgegeben. 

Dr. Colinas-Winkler erklärt: „Das medizinische Versorgungssystem bei schweren Verletzungen und lebensbedrohlichen Erkrankungen ist ohne Blut unvorstellbar.“ Vor allem bei größeren Tumor-OPs sei es deshalb lebenswichtig, genügend Blutkonserven vorrätig zu haben. 

Bundesweit werden täglich 15 000 Blutspenden benötigt, um den Bedarf zu decken. „Es gibt mehr Operationen, die heute möglich sind, wie Transplantationen oder die Behandlung von Patienten mit bösartigen Tumoren“, weiß die Expertin. Das meiste Blut werde zur Behandlung von krebskranken Menschen benötigt. Weiterhin sind Blutspenden nötig bei der operativen Behandlung von Herz- und Magen-Darm-Erkrankungen, sowie bei Sport- und Verkehrsunfällen. Um Menschenleben zu retten, könne man deshalb Menschen nicht oft genug dazu animieren, Blut zu spenden. „Jeder von uns kann irgendwann in eine Situation kommen, wo man darauf angewiesen ist, dass Blutkonserven da sind“, sagt Dr. Colinas-Winkler. Angst vor Corona müsse beim Spenden niemand haben: „Es gibt bei den Blutspendeterminen Hygienekonzepte, die Spender und Mitarbeiter schützen“, sagt sie. 

Vor allem die Blutgruppen 0 Rhesus positiv und negativ fehlen
„Wer gesund und fit ist, kann Blut spenden“, sagt Stephan Küpper, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes. Die Corona-Schutzregeln besagen, dass eine Mund-Nase-Bedeckung Pflicht ist, und dass Begleitpersonen das Spendelokal derzeit nicht betreten dürfen. Auf Corona getestet werden Blutspender nicht: „Für die Übertragbarkeit des Coronavirus durch Blut und Blutprodukte gibt es keine Hinweise. Bluttransfusionen sind sicher und unverzichtbar“, so der Blutspendedienst. Dass die Pandemie für große Probleme bei der Versorgung von Patienten gesorgt hat, ist kein Geheimnis. Vor allem während des Sommers sei es knapp geworden, so Küpper: „Aktuell fehlt es an Blutspenden über alle Blutgruppen hinweg, insbesondere aber bei den Blutgruppen 0 Rhesus positiv und 0 Rhesus negativ.“ 

Viele Blutspendetermine konnten nicht durchgeführt werden, sagt er. Alleine dadurch fehlen dem DRK-Blutspendedienst monatlich Tausende Blutkonserven. „Wichtig wäre, dass möglichst viele Spender zu einem der Termine gehen und Blut spenden, damit weiterhin zuverlässig unsere lebensrettenden Blutspenden an die Krankenhäuser geliefert werden können.“ 

Der DRK-Blutspendedienst West organisiert den nächsten Blutspendetermin am Dienstag, 15. September, 15 bis 19:30 Uhr im Bürgerzentrum an der Telegrafenstraße.

Quelle: Remscheider General-Anzeiger (02.09.2020) 

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