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Ehefrau dankt den Rettern ihres Mannes

18.09.2018

Durch ein Fenster bargen Helfer der Wermelskirchener Feuerwehr Hüsamettin Ölcer am 10. September und brachte ihn ins Krankenhaus. „Ansonsten wäre er verstorben“, ist die Frau des 82-Jährigen sicher.

Rukye Ölcer (72) ist noch immer ganz aufgeregt, wenn sie an den 10. September zurückdenkt. Es war der Tag, an dem ihr Mann Hüsamettin (82) in einer spektakulären Rettungsaktion von der Feuerwehr ins Krankenhaus und später in eine Spezialklinik nach Bochum verlegt wurde. „Ich möchte allen danke sagen, die beteiligt waren, besonders aber den Ärzten und Pflegern im Wermelskirchener Krankenhaus und den Rettern der Feuerwehr“, sagt die Ehefrau. Es ist ihr wichtig. Sie möchte es loswerden, dieses Dankeschön.

Der Rettungsaktion, bei der die Feuerwehr den Mann mit einer Drehleiter barg, weil das Treppenhaus des Mehrfamilienhauses zu eng für die Trage war, ging eine längere Leidensgeschichte Hüsamettin Ölcers voraus. „Er hatte ja schon vor vielen Jahren einen Schlaganfall erlitten“, berichtet Rukye Ölcer. Das Sprechen fiel dem gebürtigen Türken seitdem schwer. Und laufen konnte er auch nicht mehr ohne Begleitung.

Rukye Ölcer möchte sich bei allen bedanken.
Anfang September bemerkte Rukye Ölcer aber gravierende Veränderungen am Gesundheitszustand ihres Mannes: „Er sprach verwaschener, mitunter erkannte er unseren Sohn und mich nicht mehr. Am Ende lag er eigentlich nur noch flach in seinem Bett.“

Die verzweifelte Frau suchte Rat bei ihrem Neurologen in Lennep. „Meine Bekannte hat mich noch vor dem Frühstück hingefahren. Auch dafür bin ich unendlich dankbar“, erzählt Rukye Ölcer. Der Mediziner reagierte sofort und überwies den Senior, ohne dass der selbst die Sprechstunde besucht hätte, ins Krankenhaus. Ölcer: „Wir haben uns zusammen darum gekümmert, dass mein Mann von der Feuerwehr abgeholt wurde. Ich hätte ihn ja gar nicht transportieren können.“ Danach ging alles ganz schnell. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr erkannten rasch, dass sie die Bergung nicht durchs enge Treppenhaus erledigen konnte – und orderten einen Leiterwagen. Rukye Ölcer sieht es noch vor sich: „Alle haben geguckt, viele Schaulustige. Aber das war mir egal. Hauptsache, mein Mann bekam Hilfe.“

Im Wermelskirchener Krankenhaus kam Hüsamettin Ölcer nach der Bild-Diagnostik seines Schädels gleich auf die Intensivstation. Ölcer: „Man sagte uns, er müsse jetzt mit dem Hubschrauber verlegt werden. Es sei ernst. Aber alle waren bereit. Und so freundlich und nett. Ich bin ihnen so dankbar.“

Hüsamettin Ölcer wurde mit dem Hubschrauber in eine Bochumer Spezialklinik geflogen und dort sofort am Abend operiert.

Der Patient ist inzwischen wieder zuhause
Ein nicht ungewöhnliches Prozedere, wie Krankenhaus-Geschäftsführer Christian Madsen bestätigt: „Der Hubschrauber wird dann angefordert, wenn ersichtlich wird, dass der Patient eine spezielle Versorgung braucht, die wir vor Ort nicht leisten können.“ Ab und zu steuert der Hubschrauber aber auch Wermelskichen an, um einen Notarzt zu transportieren, der etwa einen schwerstkranken Patienten in eine andere Klinik begleitet habe.

Schlaganfallnotfall
Jeder Schlaganfall ist ein Notfall. Das heißt, je schneller Helfer reagieren, umso eher kann der Schaden minimiert werden. Zögern Sie also nicht, sofort beim Auftreten der Symptome eines Schlaganfalls bei Ihnen oder einer anderen Person den Rettungsdienst unter der Nummer 112 zu alarmieren.

Inzwischen ist Hüsamettin Ölcer wieder zuhause. Es geht ihm den Umständen entsprechend gut. „Er braucht Pflege, aber ich habe ihn wieder“, ist seine Frau dankbar. Beide kamen als Gastarbeiter nach Deutschland. Integrationshilfe gab es damals, in den 1960er Jahren, kaum. „Wir mussten uns selbst durchbeißen“, sagt die gelernte Näherin. Ihr Mann war beim Militär. Beide haben sich spät kennengelernt. „Eigentlich wollte ich gar nicht heiraten, aber er war der Richtige“, ist sie sicher. Seit 1980 lebt das Ehepaar mit Sohn in Wermelskirchen. Verbitterung über die Startschwierigkeiten in Deutschland gab es für sie nie: „Wir haben viel zurückbekommen.“

Quelle: Remscheider General-Anzeiger (18.09.2018)

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