15.05.2026
Immer noch sei die Geschäftsleitung „in intensiven Gesprächen“ bezüglich einer eventuellen Übernahme, heißt es von der Krankenhaus GmbH. Kommende Woche will das neu aufgestellte Team der Klinik den Wermelskirchenern im Bürgerzentrum über seine Arbeit berichten.
Es hat einige Veränderungen gegeben im Krankenhaus Wermelskirchen. So hat der vormalige Ärztliche Direktor und Chefarzt der Abteilung Innere Medizin, Dr. Volker Launhardt, im März sehr überraschend die Klinik an der Königstraße verlassen. Der orthopädische Chefarzt Dr. Hans Goost ging auf eigenen Wunsch - und die bisherige Chefärztin der Anästhesie Dr. Katrin Colinas-Winkler wechselte nach 35 Jahren in den Ruhestand.
Die Klinikleitung will das zum Anlass nehmen, um das neue Team den Wermelskirchenern offiziell vorzustellen. Am kommenden Dienstag, 19. Mai, findet ab 17 Uhr die Veranstaltung im Bürgerzentrum an der Telegrafenstraße statt.
Das erwartet die Besucher bei der Veranstaltung
„Wir möchten anhand von kleinen Fallbeispielen erläutern, welche Leistungen die Patientinnen und Patienten bei uns erwarten können“, sagt Professor Dr. Dietmar Stephan, Geschäftsführer des Krankenhauses, auf Nachfrage. „Da hat zum Beispiel ein älterer Herr einen Verkehrsunfall, wird von der Anästhesistin im Krankenwagen betreut, muss dann in der Orthopädie operiert werden. Möglicherweise stellt sich dann ein kardiologisches Problem dar, was die Internisten unter die Lupe nehmen - und ganz zum Schluss stellt der Patient sich noch dem Geriater vor.“
Stephan betont: „Wir möchten ganz bewusst mit der Veranstaltung noch einmal das Vertrauen der Wermelskirchener in das Haus schärfen. Denn letztlich ist es so, dass unsere Klinik nur überleben wird, wenn sie auch im Krankheitsfall zu uns kommen.“
Das ist der Stand der Dinge in Sachen Insolvenz
Klar ist: Die Krankenhaus GmbH als Betreiber sieht sich gerade vielen Veränderungen gegenüber. Vor allem, weil das Unternehmen wie berichtet Ende Oktober 2025 beim zuständigen Amtsgericht Köln einen Antrag auf Insolvenz, genauer „Anordnung der vorläufigen Eigenverwaltung“ gestellt hatte. Das Verfahren wurde dann im Februar 2026 eröffnet.
Die Eigenverwaltung ist ein Sanierungsinstrument, mit dem sich Unternehmen unter Einbezug sanierungsrechtlicher Möglichkeiten in Eigenregie neu aufstellen können. Der Betrieb läuft währenddessen unter bewährter Leitung und Belegschaft ohne Einschränkung weiter.
Das so genannte Eigenverwaltungsverfahren soll eine mögliche Lösung für die Klinik an der Königstraße bringen. Bei diesem Eigenverwaltungsverfahren handelt es sich zwar um eine Form der Insolvenz. Das Unternehmen wird aber unter Aufsicht eines Sachverwalters eigenständig fortgeführt. Die Geschäftsführung behält die Kontrolle über den Betrieb; das Ziel ist dabei die Sanierung des Unternehmens, um die bestmögliche Befriedigung der Gläubiger zu erreichen. Das Verfahren ist aus juristischer Sicht für Unternehmen gedacht, die sich in einer finanziellen Krise befinden, aber noch eine Chance auf Sanierung haben.
Professor Dr. Dietmar Stephan zeigte sich bei einer öffentlichen Veranstaltung vor einigen Wochen positiv zum Verlauf des Verfahrens: Er gehe, so sagte er im April, von einer 80-prozentigen Chance aus, dass das Krankenhaus weiterarbeiten könne.
Auch der Förderverein zeigt Präsenz
Wer indes denkt, dass er bei der Patientenveranstaltung am Dienstag mehr über das Insolvenzverfahren oder den derzeitigen Stand der Gespräche erfährt, irrt. Dietmar Stephan stellt klar: „Wir befinden uns ja in einem Insolvenzverfahren und das bedeutet auch, dass wir uns an bestimmte Regeln halten müssen. Über Interna können wir deshalb öffentlich noch nicht sprechen.“
Der neue Förderverein des Krankenhauses hat die Vereinsgründung indes gerade hinter sich. Und sage und schreibe bereits 50 Mitglieder. „Wir freuen uns sehr, dass wir schon nach kurzer Zeit so gut aufgestellt sind“, sagt Vereinsvorsitzender Jörg Steinmetzler auf Nachfrage. Auch er und einige Vorstandsmitglieder würden am Dienstag bei der Veranstaltung im Bürgerzentrum Präsenz zeigen. „Wir hoffen, dass wir nach der etwas komplizierten Vereinsgründung jetzt bald mit dem ersten Projekt zugunsten des Krankenhauses starten können“, sagt Steinmetzler.
Quelle: Remscheider General Anzeiger (15.05.2026)
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