18.04.2026
Geschäftsführer Dr. Dietmar Stephan konnte bei seinem Besuch in den Bürgerhäusern Eich zwar nicht ins Detail gehen über den Status Quo an der Königstraße. Seine Ausführungen sorgten bei vielen Teilnehmenden aber für eine gewisse Zuversicht.
Allein, dass rund 50 Besucher an einem Donnerstagnachmittag in die Bürgerhäuser Eich gekommen waren, zeigte das große Interesse der Wermelskirchener am Krankenhaus. Zu Gast war wie berichtet der derzeitige Geschäftsführer der Krankenhaus Wermelskirchen GmbH, Dr. Dietmar Stephan.
Und auch wenn der Mediziner und Ökonom, der über eine Beratungsfirma vor gut zwei Jahren nach Wermelskirchen gelangt war, von Beginn an klarstellte, dass er nicht alle Fragen werde beantworten können, „denn ein Insolvenzverfahren hat auch immer etwas mit vertraulichen Inhalten zu tun“: Für viele Anwesende blieb nach Stephans Ausführungen eine gewisse Zuversicht, dass das Krankenhaus an der Königstraße möglicherweise doch noch eine Chance hat, den Wermelskirchenern und Menschen aus der Umgebung erhalten zu bleiben. Immerhin rechnet Dietmar Stephan selbst der Klinik eine „75- bis 80-prozentige“ Überlebenschance aus. Allein diese Aussage sorgte im Zuschauerraum für ein hörbares Aufatmen.
Aber der Geschäftsführer machte auch eines besonders deutlich: Die Ortspolitiker müssen aus seiner Sicht ein klares Bekenntnis für das Haus abgeben. Sich bewusst und laut für dessen Erhalt entscheiden und einsetzen.
Krankenhaus soll mehr in die Öffentlichkeit
Das war in der Vergangenheit nicht immer der Fall. Zumindest nicht öffentlich. Zwar hatten Stadt und Kreis 2024 noch einmal mit rund drei Millionen Euro den Etat des Hauses aufgestockt, um eklatante finanzielle Lücken zu füllen. Hernach war es aber still geworden um das Thema. Als es beispielsweise darum ging, die Endoprothetik in der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie zu erhalten, hatten sich nur einzelne Ortspolitiker geäußert. Kämpfen musste die Krankenhaus Wermelskirchen GmbH darum recht alleine. Und schaffte es bisher, zumindest die Knie-Endoprothetik zu erhalten.
Geschäftsführer: Aus meiner Sicht hat das Wermelskirchener Krankenhaus eine 80-prozentige Chance zu überleben
Dr. Dietmar Stephan kündigte unter anderem an, mit den Abteilungen des Krankenhauses künftig wieder mehr an die Öffentlichkeit zu gehen, präsent zu sein und zu zeigen, was das Krankenhaus alles bietet. Eine wunderbare Idee, die frühere Mediziner des Krankenhauses in der Vergangenheit häufig nutzten, beispielsweise bei Aktionen im Bürgerzentrum. Denn nur, wenn immer wieder deutlich wird, was die Wermelskirchener an „ihrem“ Krankenhaus haben und was es bedeuten würde, wenn dieses Angebot dauerhaft wegfallen würde, wird die Brisanz möglicherweise auch jenen bewusst, die jetzt eher nonchalant darüber hinwegwinken.
Quelle: Remscheider General Anzeiger (18.04.2026)
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