17.03.2026
Die Gruppe um Jörg Steinmetzler sucht jetzt Mitstreiter, um das Haus an der Königstraße zu unterstützen.
Die Idee hatte einst die Wählergemeinschaft „Zukunft Wermelskirchen“. Aktiv umgesetzt wird das Thema „Förderverein Krankenhaus Wermelskirchen“ jetzt von einigen Mitarbeitenden und Ehemaligen. Sie haben den Verein vorige Woche gegründet.
„Unser erklärtes Ziel ist es, das Krankenhaus in Wermelskirchen ideell und finanziell zu unterstützen und Projekte zu ermöglichen, die der Verbesserung der Patientenversorgung und der Aufenthaltsqualität dienen“, sagt Jörg Steinmetzler, der zusammen mit Maike Honecker (2. Vorsitzende) und Frank Riseberg-Weinstein (Schatzmeister) den Vorstand bildet. „Es ist uns auch wichtig, dass wir ein entsprechendes Zeichen setzen, dass die Bürger für ihr Krankenhaus kämpfen wollen.“
Mit Politik nichts zu tun
Was ihm ebenso wichtig ist: „Mit Politik oder politischen Gruppierungen haben wir nichts zu tun. Uns liegt als Wermelskirchenern allein unser Krankenhaus am Herzen.“ Jörg Steinmetzler arbeitete bis vor fünf Jahren im Einkauf der Klinik an der Königstraße; seine Mutter war bis zu ihrer Rente dort beschäftigt. „Das verbindet mit dem Haus“, sagt Steinmetzler.
Der Förderverein wolle bürgerschaftliches Engagement bündeln und Menschen aus Wermelskirchen und der Region einladen, sich aktiv für den Erhalt und die Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung vor Ort einzusetzen.
Kontaktaufnahme erwünscht
Den ersten Vereinsmitgliedern, derzeit sind es neun, sei bewusst, dass man als Förderverein die Krankenhaus Wermelskirchen GmbH nicht aus den roten Zahlen bugsieren könne. Wie berichtet, wurde Anfang Februar das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Zukunft des Hauses ist bereits länger ungewiss. „Aber wir können unterstützen und uns für die Belange des Krankenhauses einsetzen“, so Steinmetzler. Die derzeitige Klinikleitung begrüße die Vereinsgründung.
Die Gründungsmitglieder suchen nun Mitstreiter, die sich ebenfalls aktiv oder passiv für den Erhalt des Hauses engagieren möchten. Unter info@foerderverein-khwk.de sei eine Kontaktaufnahme jetzt schon möglich. An Internetseite und Flyern werde gerade gearbeitet. „Wir möchten die Flyer künftig überall in der Stadt auslegen, insbesondere natürlich in Arztpraxen.“
Kooperation mit Hausarztpraxen gewünscht
Der Förderverein wünsche sich insbesondere mit den Hausärzten Tobias Hopff und Dominik Greif einen Austausch. Die beiden Mediziner, die selbst beide lange im Krankenhaus gearbeitet haben, hatten im Dezember angekündigt, sich zusammen mit ihren Wermelskirchener Hausarztkollegen stark machen zu wollen für die Klinik.
Das Krankenhaus Wermelskirchen befindet sich wie berichtet seit dem 1. Februar im Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, wobei der Klinikbetrieb mit rund 400 Mitarbeitern uneingeschränkt fortgeführt wird. Ziel ist die finanzielle Sanierung und der Erhalt des Standorts, unter anderem durch neue Kooperationen.
Eigenverwaltung bedeutet, dass die Geschäftsführung im Amt bleibt, überwacht von einem Sachwalter. Sachverwalter ist in diesem Fall Christoph Niering. Er wurde bestellt, um das Verfahren zu unterstützen.
Die Klinikleitung an der Königstraße betont immer wieder auf Nachfrage, dass der Krankenhausbetrieb trotz des Insolvenzverfahrens uneingeschränkt weiterlaufe; Behandlungen und Operationen fänden statt.
Im Wermelskirchener Krankenhaus hüllt man sich in Schweigen
Die Insolvenz war offenbar aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Schieflage des Krankenhauses notwendig, bedingt durch die allgemeine Krankenhausfinanzierung und hohe Kosten. Wie die Geschäftsleitung auf Nachfrage mitteilte, werden derzeit Gespräche über Kooperationen geführt, um die Klinik langfristig zu sichern. Informationen über den Verlauf der Gespräche gibt es öffentlich aber derzeit nicht.
„Die haben wir auch nicht“, betont Jörg Steinmetzler. Auch er wisse um die Unsicherheit, die das für Mitarbeitende, aber auch die Wermelskirchener bedeute, die um „ihr“ Krankenhaus bangen. „Mit unserem Motto ‚Handeln statt hoffen - für die beste Versorgung vor Ort‘ möchten wir aber Mut machen. Und dafür werben, sich zu engagieren für unseren Verein. Denn das lohnt sich sicher."
Kontakt zum Vereinsvorstand ist möglich unter info@foerderverein-khwk.de.
Quelle: Remscheider General Anzeiger (17.03.2026)
Krankenhaus
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Königstraße 100
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