Medizin | Unfallchirurgie/Orthopädie | Profil
Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie
Hinweis: Bis zum Dienstbeginn des neuen Chefarztes Dr. Martin Ulatowski zum Oktober 2010 ist der Oberarzt Christopher Kernbach Ihr Ansprechpartner für die medizinische Versorgung im unfallchirurgischen und orthopädischen Bereich.
Die Versorgung von Unfällen jeglicher Art bei Patienten vom Kindes- bis zum Erwachsenen- alter 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr stellt das Kerngebiet unserer Arbeit dar. Hierbei werden sämtliche Methoden der aktuellen Unfallchirurgie unter Verwendung modernster Implantate - in der Regel aus Titan - eingesetzt. Eine Vielzahl von Versorgungsmöglichkeiten jeglicher Verletzungsarten steht uns zur Verfügung. Auch die Minimalinvasive (Schlüsselloch-) Operationstechnik findet vor allem Anwendung bei Verletzungen am Knie- und Schulterge- lenk, aber auch bei rekonstruktiven Maßnahmen an anderen Gelenken.
Arbeits-, Wege- und Schulunfälle
Neben den alltäglichen Unfällen aus dem Straßenverkehr und dem häuslichen Bereich sind
wir von den Berufsgenossenschaften dazu beauftragt, alle Verletzungen am Arbeitsplatz bei Wegeunfällen und auch bei Schulunfällen zu behandeln und zu betreuen. Hierfür ist die Klinik ebenfalls 24 Stunden am Tag an 365 Tagen im Jahr für Sie geöffnet. Zudem ist durch den Landesverband der Berufsgenossenschaften die Ermächtigung gegeben, die Patienten mit schwereren Unfallfolgen (Verletzungsartenverfahren, früheres §-6-Verfahren) weiter zu be- treuen und zu behandeln. Auch nach der Entlassung aus stationärer Behandlung wird diese Betreuung in einer dafür spezialisierten Berufsgenossenschaftlichen Ambulanz-Sprechstunde bis zur völligen Genesung und Rehabilitation von uns begleitet und betreut.
Arthroskopie
In der Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie bieten wir ein weites Spektrum arthro-skopischer Operationen an. Unter einer Arthroskopie versteht man dabei eine Gelenkspiege- lung. Über kleine Hautschnitte können eine Kamera und spezielle Instrumente in ein Gelenk hineingebracht werden. Je nach Erkrankung erfolgt die notfallmäßige Behandlung oder die Vorstellung in einer unserer Sprechstunden nach Terminvereinbarung. Nicht nur das Hinein- schauen in das Gelenk sondern auch die Durchführung von operativen Eingriffen sind hier sowohl am Schultergelenk als auch am Kniegelenk und oberen Sprunggelenk möglich. Er- gänzt wird dies durch moderne Verfahren der Bilddiagnostik (Röntgen konventionell/CT/MRT).
Handchirurgie
Es werden notfallmäßig sämtliche Verletzungen der Knochen, Sehnen und Weichteile der Hand und der Finger vorgenommen. Hierbei kommen kleinste Implantate sowie K-Draht-Spickung zum Einsatz. Desweiteren versorgen wir Verletzungen der Seitenbänder, Spaltung des Carpaltunnels, Veränderungen der Beugesehnen (Dupuytren´sche Kontraktur), Schnel- lende Finger, Ganglienchirurgie sowie die Chirurgie der Rhizarthrose.
Kinderchirurgie
Ebenso wie beim Erwachsenen werden unter besonderer Berücksichtigung der Gesichts-punkte bei Kindern alle akuten Verletzungen bei Kindern behandelt. Dies umfaßt Knochen- brüche, Weichteilverletzungen (Haut, Sehne, Muskulatur sowie Blut- und Nervenverletzung). Gleiches gilt auch für Gehirnerschütterungen sowie Infektionen der Haut und des Bewegungs- apparates.
Viele kindliche Brüche können konservativ z.B. durch Ruhigstellung mittels Gips oder Kunststoffverband behandelt werden. Ist eine operative Versorgung notwendig, so wird dies zeitnah nach den aktuellen Richtlinien mit modernsten Implantaten, in der Regel aus Titan, nach Aufklärung der Eltern vorgenommen. Ist eine operative Versorgung notwendig so stehen mit unserer Klinik für Anästhesiologie / Intensivmedizin erfahrene Narkoseärzte, auch für die Kindernarkosen, rund um die Uhr zur Verfügung.
Fußchirurgie
Neben der Versorgung an fußchirurgischen Behandlungen und Operationen wie frischen Brüchen der Füße, der Fußwurzelknochen und des Sprunggelenkes behandeln wir Verschleiß- erkrankungen sowie Deformitäten der Füße und des Sprunggelenkes. Dies umfasst die Korrektur der erworbenen Fehlstellungen, insbesondere der Großzehe (Hallux valgus) wie auch der übrigen Zehen des Fußes. Gleiches gilt für die Versorgung von Arthrosedefekten
am oberen und unteren Sprunggelenk.
Hinzu kommt, dass ebenfalls die Folgen der Nervengefühlsstörungen (Polyneuropathie) wie auch Folgen des Diabetes mellitus (diabetischer Fuß) mit daraus resultierenden Wunden im Rahmen unserer Fußchirurgie behandelt und angegangen werden. Hierbei kommen ebenfalls durch ein ausgeklügeltes Wundmanagement die neuesten Verbands- und Operationstechniken zur Anwendung.
Sonstiges
Die postoperative Betreuung unserer Patienten nach all diesen Unfallfolgen und Erkrankun- gen des muskuloskelettalen Systems erfolgt ebenfalls in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen durch Vorstellung in unseren Spezialsprechstunden.
Unsere Behandlungsprozesse sind sorgfältig durchorganisiert, eine enge Zusammenarbeit mit den Hausärzten oder niedergelassenen Fachärzten ist hierbei wesentlich. Vor einer geplanten Operation organisieren wir ein vorstationäres Gespräch zur Information und Aufklärung aller wichtigen medizinischen Daten, damit der eventuell notwendige stationäre Aufenthalt so kurz wie möglich gehalten wird.
Ergänzt wird dies durch eine gute Zusammenarbeit zwischen der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin sowie der radiologischen Abteilung unseres Hauses, so dass in den Vorge- sprächen und Abklärungen sowohl die Möglichkeiten und Risiken einer Narkose als auch wei- tere apparative Untersuchungen in der Diagnostik (CT, MRT) durchgeführt werden können und hier zu einer schnellen und guten Diagnose führen.