Sie sind immer modern geblieben

Das Wermelskirchener Krankenhaus verabschiedet heute Pflegedienstleiterin Monika Willms. Seit 1985 ist sie im Haus - drei Jahre in der Schule, seit 1988 als Pflegedienstleiterin (PDL). Sie wuchs in Ohligs und Wuppertal auf, wurde examinierte Krankenschwester wurde bereits während der Ausbildung stellvertretende Stationsleiterin.

Damals waren Pflegekräfte immer knapp, wie schon 1961 bei der Eröffnung des Krankenhauses. Die Stadt versicherte sich daher eines regionalen Trägers. Willms, die zur Bundesbahn hätte gehen sollen, überzeugte die Eltern, dass ihr Krankenschwester mehr läge. Im Konfirmanden-Kreis engagierten sich die Mädchen im Altenheim ("Das fand ich toll"). So wurde Willms DRK-Mitglied - einen Arbeitsvertrag hat die 64-Jährige bis heute nicht.

Sie ging nach dem Examen nach Süddeutschland, übernahm eine Stationsleitung am Ammersee, wechselte ins Rot-Kreuz-Krankenhaus München, wurde in Nürnberg Unterrichtsassistentin, dann Lehrerin für Krankenpflege und PDL in Göttingen, übernahm 1980 die Leitung der Krankenpflegeschule Nürnberg und kam 1985 wegen ihrer Eltern wieder zurück ins Bergische Land.

Das war noch zu einer Zeit, da (Kranken-) Schwestern eine Haube trugen und ein Kleid, keinen Hosenanzug. Monika Willms empfand die Haube immer als "Relikt aus dem Mittelalter". Eines Tages bat sie eine Ordensschwester, die Qualifikationen einer Schwester aufzuzählen.

Als die fertig war, sagte Monika Willms: "Sehen Sie. Und die Haube gehört nicht dazu - da können wir die doch weglassen..."

Gab es im Gründungsjahr des Krankenhauses etwa 90 Kräfte im Pflegedienst, sind es heute 230. In der Anfangszeit zog sich Monika Willms bisweilen einen Kittel über und ging mit auf Visite. "Schließlich wollte ich die Anforderungen und Leistungen kennen." Ihr mache immer schon "Spaß, anderen etwas beizubringen", begründet die angehende Pensionärin. Stolz ist sie darauf, dass Wermelskirchen 1992 das erste Krankenhaus in NRW war, welches systematisch und konsequent qualifizierte - für den OP, die Wiederbelebung, die Anästhesie, um Beispiele zu nennen. Ihre Motivation: "Man braucht doch eine Klammer, die die Schule mit der Praxis verbindet." Was sie erreichte: einen Qualitätsschub und dass sich Mitarbeiter nach Qualifikationen dräng(t)en. "Das war ein Sprung nach vorne", blickt sie zurück.

Während sie sich mit 15 noch nicht vorstellen konnte, ein Leben lang zu arbeiten - und mit 50 nicht, irgendwann nicht mehr zu arbeiten, "hat sich bis heute zum Glück beides geändert". Während sich Klaus Förster freut, dass sich die Jung-Pensionärin beim Senioren- und Behinderten-Service (SuBS) engagieren will, kann ihr die VHS schon mal die Pläne für Englisch- und Französisch-Kurse schicken.

Monika Willms hat im Haus stets positive Verstärker gesetzt. "Sie sind immer sehr modern geblieben", formuliert Geschäftsführer Christian Madsen.


Quelle: Wermelskirchener General-Anzeiger (27.09.2012)

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