Oberärzte behandeln in Chirurgie-Praxis

Im Krankenhaus stehen einige strukturelle Veränderungen an. Dass die beiden Oberärzte die Vertretung für die chirurgische Praxis am Schwanen übernehmen, habe aber erst einmal nichts mit dem geplanten Medizinischen Versorgungszentrum der Klinik zu tun, sagt die Leitung.

Bis Ende des Jahres vertreten zwei Klinikärzte den niedergelassenen Arzt am Schwanen.

Ab Montag wird es – zumindest tageweise – wieder eine ambulante chirurgische Praxis in Wermelskirchen geben. Zwei Oberärzte des Krankenhauses übernehmen an drei Tagen in der Woche die Behandlung der Patienten – und zwar auf zwei chirurgischen Fachgebieten: Dr. Sebastian Dömkes für Orthopädie und Unfallchirurgie und Gregor Olmos die Allgemein- und Viszeralchirurgie.

Zunächst bis Ende des Jahres können sich Patienten am Schwanen montags, mittwochs und freitags in der Zeit von 9 bis 15 Uhr von den Medizinern behandeln lassen. Personelle Lücken in der Klinik reiße der teilweise Abzug der Ärzte nicht, betont Schmandt: „Wir sind gut aufgestellt; außerdem wechseln sich die beiden ja ab.“

Schmandt betont, dass die teilweise Übernahme des Praxisbetriebes eine „eine Vertretungsregelung“ sei. Erst einmal habe der Einsatz der beiden Klinikärzte nichts mit dem geplanten Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) zu tun.

Für ein solches MVZ wird die Krankenhaus Wermelskirchen GmbH wie berichtet eine Tochtergesellschaft gründen. Im Auge hatten Krankenhausleitung und Aufsichtsrat dafür die chirurgische Praxis am Schwanen schon seit Anfang des Jahres. Der Aufsichtsrat des Krankenhauses hatte sich im Januar in einer Sondersitzung für diesen Kauf ausgesprochen. Die beiden Gesellschafter des Krankenhauses, Kreis und Stadtrat, haben bereits der Gründung zugestimmt.

Aktuell sei die Praxis als freie KV-Stelle ausgeschrieben, berichtet Schmandt. Und: Auch das Wermelskirchener Krankenhaus habe sich freilich darum beworben. Wann allerdings eine Entscheidung in Sachen MVZ falle, sei noch unklar. „Wir sind froh, die ambulante Versorgung bis Jahresende erst einmal sichern zu können“, sagt Ralf Schmandt.

„Wir befinden uns im Testlauf für die Frührehabilitation.“
Ralf Schmandt, Krankenhaus-Geschäftsführung

Ein MVZ ist eine ärztlich geleitete Einrichtung, die von jedem Leistungserbringer gegründet werden kann, der aufgrund von Zulassung, Ermächtigung oder Vertrag an der medizinischen Versorgung der Versicherten teilnimmt. Das kann auch ein zugelassenes Krankenhaus sein, inzwischen sogar eine Kommune.

Über die Zulassung oder die Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung entscheidet auf Antrag der Zulassungsausschuss der jeweilig zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Es müssen mindestens zwei Ärzte, die in das Arztregister eingetragen sind, als Vertragsärzte oder Angestellte dort tätig sein.

Die Übernahme der ambulanten Praxis ist eine von vielen Neustrukturierungen, die die Krankenhaus-Verwaltung zurzeit anpeilt. „Wir befinden uns beispielsweise auch in einem ersten Testlauf in der Frührehabilitation“, berichtet Madsen.

Hintergrund

Laut Auskunft der Fachabteilung der Kassenärztlichen Vereinigung ruht seit Ende 2015 die Approbation des niedergelassenen Chirurgen, hatte KV-Sprecher Christoph Schneider im Frühjahr berichtet. Angeordnet sei dies von der zuständigen Bezirksregierung Köln, die für das Erteilen von Approbationen für akademische Heilberufe zuständig ist. Die bestätigte das auf WGA-Nachfrage und verwies damals auf ein „schwebendes Verfahren.“

Wie berichtet, sollen die Räume der ehemaligen Geburtshilfe künftig verstärkt für Geriatrie, also die Behandlung älterer Menschen, genutzt werden. „Die ersten Patienten sind bereits bei uns in Behandlung“, sagt Schmandt. Bei geriatrischen Behandlungen gibt es eine Kooperation mit der Fabricius-Klinik in Remscheid; die Früh-Reha übernimmt Wermelskirchen."

Quelle: Wermelskirchener General-Anzeiger (03.09.2016)

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