Neue Notfall-Aufnahme arbeitet interdisziplinar

Der Vater kommt mit seinem neunjährigen Sohn ins Krankenhaus. Die Kuppe des Mittelfingers "baumelt". Blut fließt. Der Fall geht glasklar an die Chirurgie.Die Mutter kommt mit ihrer 13-jährigen Tochter. Die klagt über starke Schmerzen im Oberbauch-Bereich. Auch sie geht nicht zur bisherigen "Pforte" und dann auf den engen, dunklen Gang der so genannten Ambulanz.

Sondern sie hält sich links und sieht hier sofort die neue Notfall-Aufnahme. "Interdisziplinär" steht da. Das heißt die Entscheidung, ob sich beispielsweise die Abteilung Innere oder die Abteilung Weichteil-Chirurgie um die Patienten kümmert, die muss erst noch getroffen werden.

An der von Holger Ballsieper geleiteten Notfallaufnahme arbeiten besonders erfahrene Mitarbeiter des Krankenhauses. "Sie können die Fälle in aller Regel sofort zuordnen", sagt Pflegedienst-Leiterin Monika Willms.

Und wenn nicht, dann erfüllt diese interdisziplinäre Aufnahme ihren eigentlich Sinn. Dann kommen die Patienten in einen von vier Untersuchungsräumen. Alle sind identisch ein- gerichtet, so dass zum Beispiel Kanülen viermal an der gleichen Stelle zu finden sind.

Nebenan gibt es noch einen Eingriffsraum. Dieser sei so steril wie ein Operationssaal, be- dürfe aber nicht desselben gerade personell hohen Aufwands wie ein "OP", erläutert Dr.
Tanja Schönfuß, die gerade Dienst tut in der Notfallaufnahme.

Ihre und die Untersuchungen der Kollegen ergeben also in fast allen Fällen drei Möglichkeiten:

- Erstens die weitere Untersuchung des Patienten für die genaue Diagnostik

- Zweitens den kleinen Eingriff, wenn zum Beispiel Glassplitter oder Schrauben entfernt werden müssen.

In diesen beiden Fällen kann sich theoretisch ein stationärer Aufenthalt anschließen.

- Drittens die "Entlassung" des Patienten.

"Diese Idee der interdisziplinären Diagnostik greift seit etwa zehn Jahren Raum, um die denkbare Fehlerquote in den Grenzbereichen noch weiter zu senken", sagt Ärztlicher Direktor Dr. Volker Launhardt.

Weshalb Geschäftsführer Christian Madsen von einem "wichtigen Meilenstein" für das Wermelskirchener Krankenhaus spricht. Ende 2007 hatte die Bezirksregierung grünes Licht gegeben; 2009 hat das Krankenhaus ein neues Konzept eingereicht.

Für den Zeitablauf sei wichtig gewesen, dass der Neubau vorher fertig geworden war, sagt Madsen. Zumal die verabredeten Sprechstunden darin stattfinden und den bislang engen Ambulanz-Korridor entlasten. "Hier sitzen jetzt nurmehr die Notfall- und nicht mehr alle Patienten." Den Kostenrahmen von etwa einer Million Euro habe das Haus einhalten können, sagt Vize-Geschäftsführer Ralf Schmandt.

"Es lief sofort rund", bestätigt Monika Willms das Konzept, seit Mitte Januar in der Test-Phase. "Während dieses Probebetriebs haben wir bereits sehr gute Erfahrungen gemacht", sagt auch Dr. Launhardt. Insbesondere bei den Schwestern und Pflegern halte seither das übergreifen- de Denken in mehreren Disziplinen Einzug.

"Die Patienten haben das sehr schnell verstanden und umgesetzt und vom ersten Tag für gut befunden", sagen Monika Willms und Dr. Volker Launhardt. Sie haben jetzt Blickkontakt und sitzen in hellen, freundlichen und vor allem auch räumlich großzügigen Bereichen.

Auch Schwester Ute Stricker und Holger Ballsieper berichten von ausnahmslos positiven Rückmeldungen der Patienten. Vize-Geschäftsführer Ralf Schmandt: Das macht einfach mehr Spaß und ist eine ein bisschen andere Welt jetzt."

Quelle: Wermelskirchener General-Anzeiger (12.3.2010)

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