Krankenhaus: Steigende Fallzahlen lassen auch Planstellen anwachsen

"Schon wieder eine Initiativ-Bewerbung!" Christian Madsen, Geschäftsführer des Wermelskirchener Krankenhauses, ist zufrieden. Wann bewerben sich Assistenzärzte, die heute fast jeden Arbeitsplatz in Deutschland frei wählen können? "Wenn sie etwas lernen können", beantwortet Madsen; "und wenn das Klima im Haus stimmt". Im Fall unseres Krankenhauses gibt's ein drittes Argument: Die Zahlen stimmen.

Das bewies der Jahresabschluss 2011 (WGA vom 25. Mai), des bislang besten Jahrs seit der Einführung des pauschalisierenden Abrechnungssystems "DGR" (siehe Informationskasten) - mit einer Auslastung von rund 80 Prozent und einem Plus von 377.000 Euro.

Bislang war es immer "nur" Vermutung; seit die geprüfte "Diagnose" für 2011 auf dem Tisch liegt, sei die "tolle Gesamtleistung des ganzen Teams" offiziell bestätigt, sagt der Geschäftsführer.

Die Leistungszahl startete 2004 bei 7.008, sank bis 2009 auf 6.254, "berappelte" sich 2010 bei 6.376 und stieg im vergangenen Jahr um nahezu 25 Prozent auf 7.768. Alles in allem - also zum Beispiel Dialyse inklusive - waren im vergangenen Jahr fast 9.000 Patienten im Wermelskirchener Krankenhaus.

Christian Madsen übersetzt das so: Es sei zum einen "gelungen, das Leistungsspektrum der Abteilung Innere Medizin zu erweitern und die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten fortzuführen". Es habe sich zum anderen erwiesen, dass "es mit der Weichenstellung in der Chirurgischen Abteilung auch hier kurze Zeit später wieder gut angelaufen ist".

Bekanntlich wurde diese in zwei Disziplinen - mit je eigenem Chefarzt - aufgeteilt in Viszeral- (Weichteil-), Allgemeine sowie Orthopädie und Unfall-Chirurgie.

Ein Schritt, den die Krankenkassen-Verbände im Übrigen unterstützt haben - was "nicht selbstverständlich" sei heutzutage. Gegenüber den Kassen hatte das Krankenhaus durch die Aufteilung eine Steigerung der Gesamtbilanz von 15,6 Punkten vorausgesagt - 22,5 wurden es. "Die Kassen haben uns super unterstützt", freut sich Madsen und führt das u.a. darauf zurück, dass das Haus bei den (Patienten-) Umfragen stets über dem Durchschnitt liege.

Mehr Vertrauen bringe auch mehr Vertrauen der niedergelassenen Ärzte mit sich und das wiederum auch ein Plus bei medizinisch schwierigeren bzw. anspruchsvolleren Fällen. Das schlägt sich mit Verzögerung bei der Zahl der Planstellen nieder: Gegenüber 2007 stieg die um 37 (29 davon Vollzeit) auf 369 Beschäftigte. "Die Mitarbeiter haben toll mitgezogen", lobte Madsen an dieser Stelle noch einmal; zumal das Haus bei Planstellen nicht in Vorleistung treten könne, sondern die erst erwirtschaften müsse.

Der Geschäftsführer geht heute von der "Stabilisierung der Leistungszahlen aus" und hofft auf leichte Erhöhungen in der Zukunft, also darauf, dass weiterhin "mehr Patienten unser Haus wählen". Für einen moderaten Wachstums-Kurs gebe es auch durchaus noch Kapazitäten.

Zumal sich das Haus um den Nachwuchs keine großen Sorgen machen muss. Dafür sind mit verantwortlich die so genannten Facharzt-Weiterbildungs-Ermächtigungen.

Weiterbildung

DRG steht für "diagnosis-related groups", d.h. die Eingruppierung eines diagnostizierten Krankheitsbildes.

KRITERIEN dieses Systems sind u.a. die Haupt- und Neben-Diagnosen, Prozeduren, das Alter des Patienten oder auch z.B. die Zahl der Beatmungs-Stunden.

DIESES SYSTEM löste 2004 die Größenordnung "Verweildauer im Krankenhaus" ab - mit der Auswirkung, dass diese Verweildauer zurückgeht, und mit der negativen, dass das System Komplikationen nicht berücksichtigt, sondern jeden Fall in derselben DRG gleich nimmt.

BEI ERMÄCHTIGUNGEN für die Facharzt-Weiterbildung gab es allein 2011 eine große Erweiterung: Basisweiterbildung Innere und Allgemeinmedizin sowie Chirurgie, Facharzt Gastroenterologie, Unfallchirurgie, Orthopädie, Allgemeinchirurgie, Viszeral-Chirurgie sowie Zusatz-Weiterbildung für die spezielle Unfall-Chirurgie.

DER KNÜLLER ist für Christian Madsen ("Das zeigt das Leistungsniveau"), dass es sogar die Zulassung für die volle Facharzt-Weiterbildungsermächtigung für die Kardiologie gibt.

SEIT EINEM JAHR hat das Haus die Zulassung zur "Beteiligung an der besonderen stationären Behandlung von Schwer-Unfallverletzten".


Quelle: Wermelskirchener General-Anzeiger (08.08.2012)

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