Krankenhaus arbeitet mit der Geriatrie der Fabricius-Klinik zusammen

Die 83-jährige Patientin wirkt heute etwas benommen - die neuen Tabletten haben Nebenwirkungen, die sie nicht kennt. Sie ist wackelig auf den Beinen. Stolpert über die Telefonschnur - Handgelenk und Oberschenkelhals sind in dem Alter die häufigsten Brüche. Zur besseren Versorgung solcher Geriatrie-Fälle haben das Krankenhaus Wermelskirchen und die Fabricius-Klinik in Remscheid gestern eine Kooperation beschlossen.

Geriatrie steht für Altersheilkunde. Ziel ist es, insbesondere ältere Patienten optimal zu behandeln, sagt Chefarzt Dr. Goost. Bei ihnen ist es besonders wichtig, dass sie möglichst schnell wieder auf die Beine kommen.

Die chirurgische Technik ist heute so weit entwickelt, dass sie das meiste im wahrsten Sinne des Wortes richten kann - selbst "morsche Knochen". Aber weder Chirurg noch Internist können sich um spezielle Alters-Medikamente kümmern, um Verwirrtheit, andere Störungen oder auch Lagerungs-Fragen - schließlich müssen Senioren sofort raus aus dem Bett.

Ein Tag im Bett ist wie drei Tage Muskel-Abbau

Ein Tag im Bett ist so viel wie drei Tage Muskelabbau, betont Chefarzt Dr. Peter-Josef Ball, der mit Chefärztin Dr. Barbara Brosius (beide Fabricius) gestern in Wermelskirchen war. Weder zum ersten noch zum letzten Mal. Die ärztlichen Teams beider Häuser planen wöchentliche Konferenzen. "Wir brauchen die Zusammenarbeit mit erfahrenen Altersmedizinern", formuliert Goost. Er verweist darauf, dass es nicht um Geld gehe: "Wir machen es, um Patienten adäquat zu versorgen".

Menschen über 75 stürzen statistisch einmal im Jahr - 40 Prozent erleiden eine therapiebedürftige Verletzung - jeder fünfte eine Knochenfraktur. Und stoßen dann auf die "geriatrischen I"; sie stehen für Immobilität, Instabilität, Inkontinenz, intellektuellen Abbau usw.

Um sich schnell wieder zu bewegen, brauchts Energie - dafür eine altersgerechte Ernährung. Das heißt "wir haben ein weites Feld zu backern" (Ball), zumal Menschen in dem Alter ohnehin in mehrfacher Hinsicht eingeschränkt sind.

Es sei folglich Ziel auch im Sinne der Betroffenen, sie wieder früh in das Leben zu Hause zu integrieren; dazu gibt es die Ergotherapie über die Krankengymnastik hinaus - an der Fabricius-Klinik auch teilstationär, das heißt die Patienten werden morgens daheim abgeholt, um ihre Fährigkeiten zu bessern.

Und zu Hause richten Fachmenschen das Umfeld so ein, dass weitere Stürze vermieden werden.

Zusammenarbeit

Fallzahlen: Allein im Bereich der Unfallchirurgie / Orthopädie kommen 25-40 Prozent der Fälle in Frage für die Kooperation mit der Geriatrie und wären pro Jahr 300 bis 400 Fälle an der Tagesordnung.

Anforderumgsprofil: Beide Häuser betonen, dass es sich bei der Kooperation um ein bundesweit empfohlenes Modell handelt - sie das nur hier als Erste umsetzen.

Quelle: Wermelskirchener General-Anzeiger (01.10.2014)

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