Interdisziplinäre Notfallaufnahme hat sich bewährt

Die Entscheidung, eine interdisziplinäre Notfallaufnahme einzurichten, hat sich total bewährt, auch von der Logistik und Konstruktion her. Inzwischen könnte sie sogar in jeder Hinsicht größer sein. Aber wirtschaftlich ist es nicht tragbar, ständig Personal für Spitzenzeiten bereit zu halten.

Dass es hier ab und zu ein volles Wartezimmer und Wartezeiten gibt, bedauern Geschäftsleitung wie Chefärzte, bitten aber auch um Verständnis dafür, dass die Patienten häufig nicht sehen können, was "hinter den Kulissen" alles los ist.

"Wir haben ein Maximum an Transparenz geschaffen", verweist Geschäftsführer Christian Madsen auf den gläsernen Bereich, wo die Patienten aufgenommen werden. Aber natürlich dürfen diese "gläsernen Verhältnisse" nicht gelten für die eigentlichen Untersuchungs- und Behandlungsräume.

"So kann es vorkommen", sagt Dr. Hans Goost, der Chefarzt der Abteilung Orthopädie/Unfallchirurgie, "dass nur wenige Patienten im Wartebereich sitzen und sich wundern, weshalb sie so lange warten müssen. Das hat damit zu tun, dass die akuten Notfälle natürlich absoluten Vorrang genießen müssen."

Goost kennt aber etliche Krankenhäuser, wo die Transparenz geringer ist, und wo die Türen nicht so offen stehen wie hier in Wermelskirchen. Das komme der Tatsache entgegen, dass die Menschen "ein zunehmendes Bedürfnis haben, zum Arzt zu gehen", sagt der Chefarzt.

Dafür gibt es gesellschaftlich-soziologische Erklärungen; dafür gibt es auch die Erklärung, dass die Oma nicht mehr mit im Haushalt lebt, die noch Hausmittel kannte und die Erkältung oder die Schramme behandelte. Hinzu kommt, dass die Menschen "heute so schnell wie möglich ärztlichen Rat haben möchten" (Goost).

Christian Madsen fügt hinzu, was der Chirurg vornehm zurückhält: Das Leistungsspektrum der Orthopädie/Unfallchirurgie neben der Inneren Medizin sowie der Allgemein- und Viszeralchirurgie sei noch nie so gut gewesen wie heute, wo "wir qualitativ hoch und breit aufgestellt sind".

"Chirurgisches Wetter": Wenn Kinder vom Baum fallen

Dr. Hans Goost sieht auch eine gute Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen und deren Notarztsystem. "Uns ist natürlich am liebsten, wenn die Patienten von ihrem Hausarzt zügig zu uns kommen", sagt er; auch wenn sie ein wenig Zeit mitbringen müssen - Menschen, die mit Blaulicht angeliefert werden, haben eben Vorrang.

Die chirurgisch-orthopädischen sowie die internistischen Fälle halten sich in etwa die Waage - mit leichtem "Vorsprung" der inneren Medizin. "Das kommt aufs Wetter an", schmunzelt Goost; "es gibt chirurgisches Wetter". Wenn die Kinder vom Baum fallen und die Erwachsenen vom Motorrad zum Beispiel - oder wenn die Menschen bei Glatteis stürzen, nennt er klare Beispiele.

Der Chefarzt ist hier sehr angetan von der Wahrnehmung, dass man "nie den Eindruck hat, dass die Luft flimmert", wie er Stresssituationen umschreibt; stattdessen seien "immer alle nett und freundlich". Auch "für mich als Arzt ist hier ein sehr angenehmes Arbeiten".

Kein Wunder, dass die Zahlen - wie die des gesamten Hauses - auch in der interdisziplinären Notaufnahme immer und kontinuierlich wachsen, wie Geschäftsführer Christian Madsen bestätigt; selbst aus dem benachbarten Remscheid kommen immer mehr Patienten nach Wermelskirchen, heißt es in der Abteilung.

Hintergrund

Unternehmen: Im Krankenhaus werden jährlich rund 38500 Patienten behandelt. 330 Mitarbeiter sind beschäftigt.

Träger: Das Krankenhaus wird - anders als die Häuser in Remscheid, Rade (Sana) oder Wipperfürth (Helios) - kommunal geführt: Zwei Drittel gehören der Stadt Wermelskirchen, ein Drittel dem Rheinisch-Bergischen Kreis.

Quelle: Wermelskirchener General-Anzeiger (07.11.2014)

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