Für Kampf gegen Erreger mit Qualitätssiegel ausgezeichnet worden

Multiresistente Erreger (MRE) können für Krankenhäuser schnell zum Alptraum werden. Durch ihre Antibiotika-Resistenzen erschweren die meist "von zu Hause" mitgebrachten Keime die Therapie der Patienten erheblich. Gefährlich wird es, wenn die Keime mit Wunden in Berührung kommen und an geschwächte Menschen weitergetragen werden.

Das einzige "Gegenmittel": absolute Hygiene, damit sich eventuell vorhandene Erreger nicht ausbreiten. Für sein gutes Hygienemanagement hat das Krankenhaus Wermelskirchen jüngst das Qualitätssiegel des MRE-Netzes Rhein-Ahr erhalten. Das Netzwerk, dem verschiedene Gesundheitseinrichtungen aus NRW und Rheinland-Pfalz angehören, wurde 2010 gegründet und entwickelt seitdem gemeinsame Strategien zur Bekämpfung der Weiterverbreitung von resistenten Keimen und Krankenhausinfektionen.

Um das Siegel zu erhalten, wurde der Hygienestandard des Wermelskirchener Krankenhauses nicht durch die örtlich zuständigen Gesundheitsämter, sondern durch externe Auditoren aus dem Netzwerk nach einem umfangreichen Kriterienkatalog kritisch geprüft. "Durch dieses Siegel erfahren unsere großen Hygiene-Bemühungen eine hohe Wertschätzung", freut sich Geschäftsführer Christian Madsen, der auch der Hygiene-Kommission des Krankenhauses angehört. Ziel der Kommission ist es, Infektionen systematisch zu erkennen, zu verhüten und zu bekämpfen.

Regelmäßige Schulungen in Händehygiene

Mit besonders viel Herzblut kümmere sich die Qualitätsbeauftragte Monika Hartung um die Einhaltung und Verbesserung der Hygienestandards. "Sie ist unsere antibakterielle Allzweckwaffe", lobt der ärztliche Direktor Dr. Volker Launhardt. "Ihr gelingt es, alle Mitarbeiter immer wieder für dieses wichtige, aber trockene Thema zu begeistern und von der Sinnhaftigkeit der verschiedenen Maßnahmen zu überzeugen." Dazu zählen etwa regelmäßige Mitarbeiterschulungen in Händehygiene, Trinkwasseruntersuchungen und die ausreichende Ausstattung mit Desinfektionsspendern.

"Sie ist unsere antibakterielle Allzweckwaffe"
Volker Launhardt über Qualitätsbeauftragte Monika Hartung

Es mussten aber noch mehr Anforderungen erfüllt werden, um das Qualitätssiegel zu erhalten. Bei einem fünftägigen Eingangsscreening wurden zum Beispiel Patienten auf MRSA-Keimen hin untersucht - jene Keime, mit denen Krankenhäuser und Altenheime am häufigsten zu kämpfen haben. "Dabei wurde nur eine sehr geringe Quote festgestellt", berichtet Monika Hartung. "Das Kreisgesundheitsamt war sogar überrascht, wie niedrig die Anzahl war."

Eine weitere Anforderung erfüllt das Wermelskirchener Krankenhaus ebenfalls: die strukturierte Informationsweitergabe an den Hausarzt des Patienten bzw. an den Pflegedienst oder das Altenheim. Denn eines der größten Probleme bei der Bekämpfung multiresistenter Erreger stellen die Schnittstellen zwischen den verschiedenen Sektoren des Gesundheitswesens dar. Durch das Netzwerk wurden Strategien zum Abbau von Barrieren und zur Verbesserung der Kommunikation entwickelt - zum Beispiel durch einen standardisierten Überleitungsbogen.

Für Dr. Volker Launhardt ist das Qualitätssiegel in Zeiten der öffentlichen Diskussionen um Hygienestandards in deutschen Krankenhäusern ein Beleg dafür, dass der Schutz der Patienten vor Infektionen durch eine medizinische Behandlung in Wermelskirchen gegeben ist. "Es ist auf keinen Fall so, dass man mit einem gebrochenen Fuß ins Krankenhaus kommt und mit 40 Keimen wieder nach Hause geht."

MRE-Netzwerk Rhein-Ahr

Mitglieder: Rheinisch-Bergischer Kreis, Uni-Klinik Bonn, Bundesstadt Bonn, Rhein-Sieg-Kreis, Rhein-Erft-Kreis, Oberbergischer Kreis, Stadt Köln, Stadt Leverkusen, Kreis Ahrweiler, Landkreis Neuwied.

Siegel: Aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis gab es das Qualitätssiegel noch für das Evangelische Krankenhaus, das Marien-Krankenhaus und das Vinzenz-Palotti-Hospital in Bergisch Gladbach.

Quelle: Wermelskirchener General-Anzeiger (06.12.2013)

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