Dass es so etwas noch gibt

Aufgeregt sei er gewesen, als er am 2. September um 6.40 Uhr seinen Dienst antrat, räumt Dr. Hans Goost ein. "Schließlich war es ein großer Schritt für mich, aber einer, den ich mir nicht lange überlegen musste", erklärt der neue Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie am Wermelskirchener Krankenhaus.

Der 43-jährige Kölner erhielt vor einer hochkarätigen Schar von 15 Mitbewerbern den Zuschlag als Nachfolger von Dr. Martin Ulatowski. Goost, der zwölfeinhalb Jahre am Uniklinikum Bonn beschäftigt war, genoss in der Findungskommission die Sympathien aller - beim Aufsichtsrat, den Chefärzten, Betriebsrat, Pflegedienstleitung.

Fachlich waren die meisten Bewerber über jeden Zweifel erhaben. Was für Dr. Hans Goost den Ausschlag gab, fasst Dr. Volker Launhardt, der Ärztliche Direktor, so zusammen: "Seine offene Art hat uns sehr gefallen. Er hat nicht taktiert, war klar und direkt in seinen Fragen über unser Haus und hat ebenso gradlinige Vorstellungen für seinen Bereich."

Gesucht war ein Mann ohne Egoismen, Eitelkeiten, Elfenbeinturm-Denken. Geschäftsführer Christian Madsen bestätigt: "Neben allen fachlichen Qualifikationen ist wichtig, dass jemand charakterlich zu uns passt."

Nicht nur sein Arbeitgeber ist überzeugt, einen Teamplayer mit Führungsqualitäten gewonnen zu haben, auch Goost war schon nach dem ersten Eindruck begeistert. Er lernte neben dem "gepflegten Eindruck des Hauses" den "familiären wie persönlichen Rahmen" schätzen. "Klein, aber fein", lautet sein Urteil. "Dass es so etwas in deutschen Krankenhäusern noch gibt, hätte ich nicht gedacht."

Im Juli wurde der neue Chefarzt gewählt. Noch in Diensten seines alten Arbeitgebers half Goost direkt mit, vakante Stellen eine Stufe unter ihm mit Leben zu füllen. In der Orthopädie/Unfallchirurgie sieht der Stellenplan drei Oberärzte, einen Funktions-Oberarzt und vier Assistenzärzte vor.

Auf der Oberarztebene ist neben Dr. Patrick Lahmer gerade Wirbelsäulenspezialist Dr. Sebastian Dömkes (der Mitte diesen Monats beginnt) eingestellt worden. Ein weiterer Mediziner soll zeitnah das Trio komplettieren, spätestens Anfang 2014.

Nach fünf Arbeitstagen ist Goost überzeugt vom Klima unter den 370 Mitarbeitern: "Alle arbeiten hier für den Patienten. Das finde ich super, weil anderswo gerne die Ellenbogen ausgefahren werden." Konzeptionell sieht die neue Führungskraft die demografische Entwicklung als Herausforderung.

"Die Bevölkerung wird immer älter. Senioren haben andere Verletzungen, die andere Herangehensweisen, OP-Methoden und Instrumente erfordern", meint Goost. In Zeiten, wo die Krankenhäuser unter dem Generalverdacht stehen, zu viel und zu schnell zu operieren, setzt der neue Chef auf Umsicht, die es verbiete, "direkt das Messer zu zücken". Der dreifache Familienvater fordert ergebnisoffene Untersuchungen: "Auf Wunsch des Patienten ist es ratsam, noch eine zweite Medizinermeinung einzuholen".

Seine Abteilung schätzt Goost als sehr leistungsfähig ein: "Wir bieten in Wermelskirchen keine Schmalspur-Orthopädie und Unfallchirurgie." 90 Prozent aller denkbaren Versorgungen könne das Haus abdecken. "Die restlichen zehn Prozent vermitteln wir über unsere Netzwerke gerne weiter."

Zur Person - Dr. Hans Goost

  • geboren am 9. April 1970; verheiratet, drei Kinder (12, 9, 8 Jahre alt)
  • Hobbys: Joggen, Skifahren und Krimi-Lesen; Fan des FC Köln, zweifacher Dauerkarteninhaber (mit seinem Sohn);
  • Studium: 1989 bis 1998 in Köln
  • Berufliche Stationen: 1999/2000 Uni-Klinik Aachen; ab 1/2001 Uni-Klinik Bonn; seit 10/2007 Facharzt für Orthopädie/Unfallchirurgie; 6/2010 Fach-Weiterbildung spezielle Unfallchirurgie; 2/2012 Leiter Team Unfallchirurgie Uni Bonn; seit 1.9. Chefarzt am Krankenhaus Wermelskirchen

Quelle: Wermelskirchener General-Anzeiger (07.09.2013)

Pressemitteilung

Presseerklärung Orthopädie und Unfallchirurgie in Wermelskirchen
mehr

Presseerklärung Besuch der Gesundheitsministerin Barbara Steffens vom 23.03.2017mehr

Aktuelles

Aktuelle Stellenangebote

mehr

Krankenhaus: Neubau verzögert sich etwas

mehr

Neue Fachkräfte für die Krankenpflege

mehr

Krankenhaus stellt sich für die Zukunft auf

mehr

KTQ-Zertifizierung

Das Krankenhaus Wer-
melskirchen ist seit 2007
KTQ-zertifiziert.
mehr

endoCert-Zertifizierung

Das Krankenhaus Wer-
melskirchen ist seit 2015
zertifiziertes Endo- prothetikzentrum
mehr

DHG-Siegel

Das Krankenhaus Wer-
melskirchen hat das Gütesiegel der Deutschen Hernien-Gesellschaft für qualitätsgesicherte Hernien-Chirurgie erhalten.
mehr

DGU-Zertifizierung

Das Krankenhaus Wer-
melskirchen ist seit 2013 zertifiziertes Traumazentrum
mehr

Krankenhaus Wermelskirchen GmbH | Königstr. 100 | 42929 Wermelskirchen | Tel.: 02196. 98-0 | Fax: 02196. 98-359