Chefarzt referiert in der Seniorenunion

Der Vorsitzende der Seniorenunion Wermelskirchen, Werner Allendorf, hatte den Geschäftsführer des Wermelskirchener Krankenhauses, Christian Madsen, und Dr. Hans Goost, Chefarzt der Orthopädie zu aktuellen Entwicklungen im medizinischen und finanziellen Bereich des Wermelskirchener Krankenhauses eingeladen.

Im Bürgerhaus-Saal hatten sich etwa 20 Personen eingefunden. Geschäftsführer Christian Madsen gab einen Überblick über die sehr positive Entwicklung des Krankenhauses. Das Krankenhaus hat seit dem Jahr 2009 von einem Leistungspunktestand in Höhe von 6.254 Punkten auf die Hochrechnung für 2015 auf 8.500 Leistungspunkte zugenommen. Das macht eine positive Entwicklung von 2.246 Punkten. Auch bei der Qualitätskontrolle der Kostenträger beispielsweise der TKK schneidet das Krankenhaus hervorragend ab. So ist die Weiterempfehlung des Krankenhauses, die pflegerische Betreuung, die Organisation und der Service in allen Bereichen über dem prozentualen Bundesdurchschnitt. Leider wird aus dem System durch die Krankenhausreform immer mehr Geld herausgezogen.

So ist es per Gesetz Pflicht der Bundesländer, so auch in NRW, in Gebäuden, Geräten und Informationstechnologie der Krankenhäuser zu investieren. Das Gegenteil ist leider der Fall. Für Leistungszuwächse, die die Krankenhäuser unter anderem durch den guten Ruf der Ärzte und des Pflegepersonals sowie der Verwaltung erwirtschaftet haben, werden diese in den Jahren 2017 und 2018 mit 25 Prozent Mehrleistungsabschlägen abgestraft. Dieses Geld wäre bei den positiv aufgestellten Krankenhäusern, die diese Abschläge aufbringen müssen, besser in Gebäudesanierung, Stärkung des Personals und Stärkung der Pflege angelegt.

Dr. Goost führt einige medizinische Beispiele an

Im medizinischen Bereich führte Dr. Goost in die neuen medizinischen Möglichkeiten ein. So ist das Krankenhaus mit vier Chefärzten in der Orthopädie und Unfallchirurgie bestens aufgestellt. Schwerpunkte sind: Unfallchirurgie des alten Menschen, Endoprothesen und Wirbelsäule, Hüft-, Knie- und Handchirurgie. Überwiegend wird mit konservativer Therapie gearbeitet und nur in Notfällen operiert. Jedoch können Implantate notwendig werden, so zeigte er ein Kind, das von einer Schaukel gefallen war und eine Schulterverletzung erlitten hatte. In früheren Jahren hätte man einen Gipsverband angelegt und der Versatz am Knochen wäre nicht behoben worden. Heute wird ein Nagel durch den Knochen in die Schulter geschoben mit einem kleinen Schnitt, der geklebt wurde, kann der Junge schon bald ohne weitere Probleme das Krankenhaus verlassen.

Goost zeigte Bilder einer alten Dame, die den Oberschenkel gebrochen hatte. Früher hätte sie einen sechswöchigen Streckverband erhalten, der das Risiko einer Thrombose, Embolie oder einer Wundinfektion erheblich erhöht hätte. Damals lag die Sterblichkeitsrate bei diesem Vorgehen zwischen 50 und 60 Prozent. Ein modernes Implantat erfordert nur kleine Schnitte, verursacht jedoch hohe Kosten, die aber dennoch bei den sozialen Sicherungssystemen Geld, durch wiedererlangte Mobilität des Patienten, einsparen können.

So gibt es viele moderne Implantate, die mit Zement eingesetzt werden. Dieses Verfahren wird vor allen Dingen bei älteren Patienten angewandt, die eine verminderte Knochenfestigkeit aufweisen. Bei jüngeren Patienten wird meist auf Knochenzement verzichtet. Dies alles wird jedoch mit den Patienten in ausführlichen Gesprächen abgeklärt. Die Implantate werden heute auch oftmals bei komplizierten Eingriffen mit Navigation ausgeführt, in dem eine Kamera und Steuerungselektronik über einen kleinen Schnitt eingeführt und so das Implantat richtig positioniert wird.

Quelle: Wermelskirchener General-Anzeiger (27.08.2015)

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