Auf der Suche nach "Bufdis"

Die Institutionen in Wermelskirchen suchen "Bufdis", Bundes-Freiwilligendienst- leistende. Die Altenheime, das Krankenhaus und die Feuerwehr freuen sich über jede Bewerbung. Mit dem Aus für den Zivildienst im Sommer hielt der Bundes-Freiwilligendienst Einzug.

Dieser muss sich erst durchsetzen. Attraktiv ist er nicht. "Bufdis" werden mit einem Taschengeld von maximal 330 Euro monatlich nicht zuletzt schlechter entlohnt als Zivis (im Schnitt 450 Euro).

In Wermelskirchen mangelt es vielen Institutionen an Arbeitskräften. Deswegen muss das Seniorenheim Haus Vogelsang Prioritäten setzen und zum Beispiel den Sozialen Dienst - Begleitung zu Ausflügen, Messen sowie Fahrdienste - einschränken. Der Rasen werde nicht mehr so häufig gemäht, und das Haus könne weitere Dienste - in kleinerem Umfang auch im technischen Bereich - nicht gewährleisten, bedauert Heimleiterin Heidi Popko.

Seit dem 31. März gibt es hier keine Zivildienstleistenden (Zivis) mehr. "Jeder muss halt nun ein bisschen mehr machen." Aber es naht Hilfe. Vier FSJler (Freiwilliges Soziales Jahr) und ein "Bufdi" haben gerade am Vogelsang angefangen. Fabian Nierhaus (18) entschied sich spontan für das freiwillige Bufdi-Jahr, seine Familie ist auch im sozialen Dienst tätig.

Wenn ihm die Erfahrung Spaß macht, erklärt er, möchte er eine Ausbildung im Altenheim anfangen. Heidi Popko ist positiv überrascht, dass in ihrem Haus nach der Umstellung kein großes Loch entstanden ist. Im Vergleich zu vorher sind es jedoch deutlich weniger Helfer. In besten Zeiten hatte das Seniorenheim bis zu zehn Zivis zur Verfügung.

Die Feuerwehr kann sich bisher nicht über Bundesfreiwilligendienstleistende freuen. Sie möchte auf die "sichere Karte" setzen, sagt der für die Feuerwehr zuständige städtische Beigeordnete Jürgen Graef. Entscheidend ist eine fundierte Ausbildung. Und die dauert. Die Feuerwehr habe von den Zivis nicht nur Vorteile gehabt, da das zeitintensive Training und die im Vergleich dazu kurzen Einsatz-Phasen in einem Missverhältnis gestanden hätten, meint Graef.

Mit "Bufdis", die bis zu 24 Monaten arbeiten können, sei der Feuerwehr eher geholfen. Denn diese könnten nach der Ausbildung deutlich länger eingesetzt werden als Zivis, zumal deren Dienstzeit parallel zum Wehrdienst immer weiter verkürzt worden war. Das Krankenhaus kann sich bislang nicht beschweren. Derzeit hülfe festes Personal mit befristeter Einstellung.

Es seien aber schon einige Bewerbungen eingegangen, erklärt Gregor Fauser. Der Personalleiter der Krankenhaus GmbH sieht Vorteile darin, dass die Bufdis meist ein Jahr bleiben und sich auch Frauen bewerben können. Im Oktober fangen eine Frau und zwei Männer an. Weiteren Anfragen stehe das Krankenhaus offen gegenüber.

Die positive Resonanz habe sich erst kurzfristig ergeben. Viele Schulabgänger entscheiden sich spontan, als "Bufdi" zu arbeiten, wenn sie nicht den gewünschten Studienplatz bekommen oder sich ein Jahr vor Beginn ihrer Ausbildung Zeit lassen wollen.

In der Diakoniestation kann die Pflegehilfe zur Zeit nicht abgedeckt werden, sagt Ulrike Paffrath. Zwei FSJler (Absolventen des Freiwilligen Sozialen Jahres) helfen bereits; aber die Diakoniestation könne ein, zwei Hilfskräfte noch sehr gut gebrauchen.

Der Bundesfreiwilligendienst kann seit dem 1. Juli sechs bis 24 Monate angetreten werden. Die Regel ist ein Jahr. Es gibt keine Altersgrenze. Männer wie Frauen können sich bewerben.

Quelle: Wermelskirchener General-Anzeiger (07.09.2011)

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