Ärzte der Abteilung Innere Medizin informieren über Vorhofflimmern

Themenabend Vorhofflimmern
"Vorhofflimmern" ist das Thema des nächsten Patientenseminars des Wermelskirchener Krankenhauses. Es ist die ideale Ergänzung zum Thema des jüngsten Abends - Herzinfarkt -, an dem "ganz viele Fragen zum Thema Vorhofflimmern gestellt wurden", sagt Dr. Peter Nowak.

Er wird das Impuls-Referat halten zum Thema "Grundlagen - Wie kommt es zum Vorhof- flimmern und welche Bedeutung hat es für Betroffene?" Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmus-Störung des Menschen. Vor allem ab dem 70. Lebensjahr sind bis zu 25 Prozent der Bevölkerung zumindest phasenweise von Vorhofflimmern betroffen.

Das Wermelskirchener Krankenhaus hat das Thema anlässlich des "Herztags 2009" dem Vorschlag der Deutschen Herzstiftung ("Das schwache Herz") vorgezogen. Weil eben beim letzten Patientenseminar so viele Nachfragen zum Flimmern kamen und "das schwache
Herz" schon im Juni vergangenen Jahres im Mittelpunkt stand.

"Herzklopfen" lautet jetzt die Überschrift. Es geht natürlich darum, "wie man diagnostisch weiterkommt", sagt der Chefarzt der Inneren Abteilung Dr. Volker Launhardt. Er freut sich, dass drei Kollegen die jeweils etwa zehnminütigen Vorträge halten. Das mache die Sache abwechslungsreicher und decke thematisch eine sehr große Bandbreite ab.

Assistenzarzt Thorsten Wetzel geht auf "Medikamentöse Therapie-Möglichkeiten beim Vorhofflimmern" ein, zum Beispiel "Blutverdünnung - warum und womit?" Oberarzt Dr. Michael Kellersohn gibt Antworten auf die Fragen: "Welche nichtmedikamentösen Techniken gibt es? Herzschrittmacher - Elektroschock - Katheter-Techniken. Wer profitiert?"

"Man merkt, dass die Herzleistung nachlässt. Man wird kurzatmig", schildern Launhardt und die Kollegen Symptome, "und das Herz klopft". Schon weil das Flimmern eine Vorstufe zum Schlaganfall sein kann, sei dringend angeraten, mit den beschriebenen Beobachtungen zum Arzt zu gehen. Denn der müsse kontrollieren, ob erhöhte Risiken bestehen. Und gegebe- nenfalls therapieren, das heißt das Blut verdünnen oder auch einen Schrittmacher einsetzen. Das Besondere: "Es gibt nicht für jeden Vorhof-Patienten den gleichen Weg, sondern der Weg muss für jeden Patienten maßgeschneidert werden."

Nach den Vorträgen beantworten die Ärzte gerne Fragen - zum Beispiel auch zur Schritt- macher-Kontrolle. Die Abteilung Innere des Wermelskirchener Krankenhauses hat sich während der vergangenen Jahre immer weiter spezialisiert.

"Wir können heute", sagen Dr. Launhardt und seine Kollegen, "kardiologisch eigentlich alles selber machen außer dem Katheter." Und das sei keine Frage der Qualifikation, betont Geschäftsführer Christian Madsen, sondern eine abrechnungstechnische.

Dafür habe das Haus "unwahrscheinlich gute Verbindungen zu den invasiv tätigen Katheter-Häusern", sagte Dr. Michael Kellersohn, vornweg das Sana-Klinikum an der Burger Straße. Für die Remscheider Kardiologen erfüllen die Kollegen im Krankenhaus Wermelskirchen eine prima "Filter-Funktion".

Das Vorhofflimmern ist das dritte Patientenseminar der Inneren Abteilung in diesem Jahr nach den Themen Darm sowie "Plötzlich und unerwartet (Herzinfarkt)". Im Frühjahr geht es mit dem Magen-Darm-Trakt weiter.

Besondere Attraktion ist diesmal ein begehbares Herzmodell der Albrecht-Franke-Gruppe ("Organmodelle Deutschland"). An diesem können die Ärzte den anatomischen Aufbau des Herzens demonstrieren. Ferner besteht nach der großen Resonanz beim Infarkt-Abend wiederum Gelegenheit, unter ärztlicher Anleitung Wiederbelebungs-Übungen an Puppen zu üben oder zu lernen.

Termin: Donnerstag, 26. November (18-20 Uhr)
Veranstaltungsort: Bürgerzentrum Wermelskirchen (Eintritt frei)

Quelle: Wermelskirchener General-Anzeiger (20.11.2009)

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